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Geheimnisse der Hausmedizin - Von Kopf bis Fuß - so helfen Säckchen, Kompressen und Wickel

Ratgeber Gesundheit


Bei vielen Beschwerden im täglichen Leben kann man sich prima selbst helfen. Und nicht immer muss man gleich zur Tablette greifen, um Schmerzen zu lindern - auch die Heilung auf die »sanfte Tour« bringt ausgezeichnete Erfolge. Manche Beschwerden gehen rasch vorbei, mit Nebenwirkungen ist nicht zu rechnen. Hier ein Überblick über die hilfreichsten Anwendungen mit heilfördernden Säckchen, Wickeln und Kompressen.

Erkrankungen am Kopf

Kopfschmerzen

Jeder von uns hatte sicher schon einmal unter Kopfschmerzen zu leiden. Sie können nicht nur verschiedenste Ursachen haben, sondern sich auch in unterschiedlicher Weise äußern: Manchmal sind sie örtlich begrenzt, manchmal betreffen sie den ganzen Kopf samt Gesicht. Der Schmerz ist mal pulsierend, mal dumpf. Von der Gehirnsubstanz werden die Beschwerden nicht verursacht, denn diese ist unempfindlich gegen Schmerzen. Schmerzquellen sind vielmehr Gefäße und Nerven im Schädelbereich, die weiche und die harte Hirnhaut sowie Gefäße an der Gehirnbasis.

Als Ursache für Kopfschmerzen kommt vielerlei in Frage: Genussgifte wie Alkohol und Nikotin, Übermüdung, eine Erkältung, Erkrankungen der inneren Organe oder des Kopfes, körperliche oder seelische Verspannungen und allgemein eine hektische und stressbeladene Lebensweise. Eine gesunde, ausgeglichene Lebensweise kann manchen Kopfschmerz verhindern - schlafen Sie ausreichend, und gönnen Sie sich hin und wieder die Zeit, einmal richtig auszuspannen. Essen Sie abwechslungs- und ballaststoffreich, und mäßigen Sie sich bei Genussmitteln wie Alkohol, Zigaretten und Kaffee.

Ratgeber Gesundheit

So hilft die Natur

Werden Sie dennoch manchmal von Kopfweh geplagt, probieren Sie einmal eine Meerrettichkompresse aus.

Verstreichen Sie mit einem Messer den Inhalt eines Glases geriebenen Meerrettichs (möglichst naturbelassen) auf einem Stofftaschentuch oder einem Geschirrtuch. Das Glas darf ruhig aus dem Kühlschrank kommen, denn bei Kopfschmerzen tut eine Kompresse umso wohler, je kälter sie ist. Falten Sie das Tuch etwa auf die Größe des schmerzenden Kopfteils zusammen. Können Sie den Schmerz nicht genau lokalisieren, dann bereiten Sie eine längliche Kompresse für die Stirn oder den Nacken. Kleben Sie die Kompresse mit Heftpflaster zu - dort, wo die Stoffteile übereinanderliegen. Auf diese Weise tritt die Füllung nicht aus.

Legen Sie sich so entspannt wie möglich aufs Sofa oder aufs Bett, und bedecken Sie die Schmerzstelle mit der Kompresse. Decken Sie sie mit einem Schal oder einem Tuch ab. Die Kompresse sollte etwa eine Stunde lang einwirken. Haben Sie das Gefühl, dass sie schon früher unangenehm warm wird, legen Sie sie für kurze Zeit in den Kühlschrank. Häufiger als zweimal täglich sollten Sie diese Kompresse nicht anwenden.

Was Sie sonst noch tun können

• Eine Kompresse oder ein Beruhigungsbad mit Johanniskrautöl.

• Morgens eine Kompresse und/oder ein Fußbad mit Rosmarin, abends eine Kompresse und/oder ein Fußbad mit Lavendel.

• Ein Lavendelsäckchen eine Stunde ins Eisfach des Kühlschranks legen, dann an die Schläfen oder an die Stirn drücken.

Der Meerrettich heißt in Österreich Kren und in England Horse Radish; die Franzosen bezeichnen ihn gelegentlich als »deutschen Senf«

Augenschwellungen

AugenschwellungenFalsche Seh- und Lesegewohnheiten, Dauerarbeit am Computer, eine »lange Nacht« oder eine Augenreizung durch Fremdkörper können zu geschwollenen Augen führen. Meist sind die Schwellungen von einer Rötung der Bindehaut sowie von Juckreiz begleitet.

So hilft die Natur

Abhilfe bei Augenschwellungen schafft eine Kartoffelkompresse . Stellen Sie gekochte Kartoffeln für ein paar Stunden in den Kühlschrank und zerdrücken Sie sie dann zu Mus. Verstreichen Sie dieses auf der einen Hälfte eines kleinen Mull- oder Baumwolltuchs und klappen Sie die freie Stoffhälfte darüber. Setzen Sie sich bequem in einen Sessel oder legen Sie sich hin. Kühlen Sie Ihre geschlossenen Augenlider mit der Kartoffelkompresse. Lassen Sie sie eine halbe Stunde einwirken.

Eine feuchte Augenkompresse mit Augentee wirkt ebenfalls lindernd. Der Tee setzt sich zusammen aus Fenchel, Augentrost, Spitzwegerich und Tausendgüldenkraut im Mischungsverhältnis 6:2:1:1. Geben Sie einen Teelöffel dieser Mischung in eine Tasse, übergießen Sie sie mit einem Viertelliter heißem Wasser und lassen Sie sie zehn Minuten ziehen. Seihen Sie den Tee ab. Wenn er nur noch lauwarm ist, tränken Sie eine Kompresse damit und legen Sie diese für etwa eine halbe Stunde auf die geschlossenen Augen.

Was Sie sonst noch tun können

Salatauflage aus Blattsalaten. Waschen Sie zwei kleine Blätter Kopfsalat und tupfen Sie sie nicht trocken. Legen Sie die Salatblätter ohne Stoffunterlage direkt auf die geschlossenen Augenlider. Gönnen Sie sich eine halbe Stunde Pause, während die Salatblätter Ihre Augen kühlen.

Nasenbluten

Die Innenseiten der Nasenflügel sind mit einer Schleimhaut überzogen, die von einem Netz aus Blutgefäßen durchwirkt ist. Ihr Gewebe ist leicht verletzlich; wenn die Gefäße einreißen, kommt es zu Nasenbluten. Die Ursachen solcher Verletzungen sind in der Regel Stöße, Schläge oder ein Nasenbeinbruch. Nasenbluten nach einem Unfall sollte auf jeden Fall ärztlich untersucht werden; möglicherweise ist es auf einen Schädelbasisbruch zurückzuführen.

So hilft die Natur

Gegen die »harmlose« Form des Nasenblutens helfen kalte Wasserkompressen auf der Stirn und im Nacken. Bewährt hat sich auch das Auflegen eiskalter Kirschkernsäckchen aus der Tiefkühltruhe (wer zu Nasenbluten neigt, sollte dort stets einige aufbewahren). Legen Sie eines davon auf die Stirn, das zweite in den Nacken. Auch gekühlte Kräutersäckchen sollen Nasenbluten stillen - empfohlen werden frisches Hirtentäschelkraut, frisches Gras und Habichtskraut.

Was Sie sonst noch tun können:

• Öffnen Sie beengende Kleidungsstücke am Hals.

• Drücken Sie den Nasenflügel, aus dem das Blut kommt, mit dem Zeigefinger fest gegen die Nasenscheidewand.

Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen beruhen in den meisten Fällen auf einer organischen Erkrankung- beispielsweise auf einer Entzündung des äußeren Gehörgangs oder des Ohrknorpels. Manchmal steckt auch eine Mittelohrentzündung dahinter oder ein Tubenkatarrh. Mitunter ist ein »harmloser« Ohrenschmalzpfropfen Ursache der Beschwerden. Grundsätzlich müssen Ohrenschmerzen ärztlich behandelt werden, weil die Ursachen sehr ernster Natur sein können.

So hilft die Natur

Zur ersten Schmerzlinderung dürfen Sie jedoch ein altbewährtes Hausmittel anwenden - das Zwiebelsäckchen.

Die ätherischen Öle der Zwiebel lindern den Schmerz und fördern darüber hinaus den Abtransport der Krankheitserreger.

Hacken Sie eine bis zwei Zwiebeln klein und füllen Sie sie in ein Beutelchen aus Stoff. Drücken Sie die Zwiebelstückchen durch den Stoff hindurch ein paar Mal fest zusammen, bis Zwiebelsaft austritt. Legen Sie jetzt das Säckchen auf den äußeren Gehörgang - die Ohrmuschel soll vollständig bedeckt sein. Breiten Sie über das Zwiebelsäckchen ein großes Stück Frischhaltefolie, kleben Sie diese mit etwas Gesichtscreme an der Haut rund ums Ohr fest. So wird das Säckchen luftdicht abgeschlossen und kann besser wirken. Fixieren Sie das Ohrsäckchen nun noch mit einem Stirnband oder setzen Sie eine Mütze auf, dann bleibt alles an seinem Platz und verrutscht nicht. Lassen Sie das Zwiebelsäckchen ein bis zwei Stunden auf dem Ohr. Verschwinden die Schmerzen nicht gleich, können Sie bis zu dreimal täglich ein frisches Säckchen auflegen.

Zögern Sie bei intensiven Ohrenschmerzen nicht lange damit, zum Arzt zu gehen. Eine ausgewachsene Mittelohrentzündung ist sehr unangenehm und lässt sich durch rechtzeitige Behandlung vielleicht verhindern.

Erkrankungen der Atemwege

Bei den Erkrankungen der Atemwege haben wir es am häufigsten mit banalen Erkältungskrankheiten zu tun, die von diesen Symptomen begleitet werden:

Erkrankungen der Atemwege• Husten

• Schnupfen

• Halsschmerzen

• Heiserkeit

• Kopf- und Gliederschmerzen

• Mattigkeit, Fieber

Derartige Krankheiten haben nichts mit Kälte zu tun, wie der Name andeutet. Sie werden vielmehr von Viren verursacht, die meisten davon sind relativ harmlos. Diese Viren vermehren sich schnell im Körper - je mehr es werden, desto schlimmer sind die Symptome. Kälte und Nässe im Winter machen es den Viren besonders leicht, denn dann ist unser Abwehrsystem oft schwächer als zu anderen Jahreszeiten. Je stärker jedoch die eigenen Abwehrkräfte sind, umso schneller wird man die Krankheit aber wieder los.

Kommt zu einer Erkältung noch eine Entzündung in den Atemwegen hinzu, so sind dafür Bakterien verantwortlich. Durch die Virusinfektion ist das Abwehrsystem des Menschen bereits so in Anspruch genommen, dass sich Bakterien leichter als sonst ansiedeln können. Nicht zu verwechseln sind Erkältungen mit einem grippalen Infekt oder gar einer echten Grippe. Bei einem grippalen Infekt stellt sich hohes Fieber ein; neben den genannten Symptomen können schwere Komplikationen auftreten: z.B. eine Mittelohrentzündung, eine Lungenentzündung mit Beschwerden beim Atmen, sehr schmerzhafter Husten, Herzrhythmusstörungen oder gelegentlich sogar eine Herzmuskelentzündung. Bei extremen Beschwerden mit den Atemwegen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen.

In solchen Fällen sind die natürlichen Hausmittel zwar nicht falsch, können aber unter Umständen nur als ergänzende Therapie durchgeführt werden. Eine akute Bronchitis wird allein mit Wickeln und Auflagen nicht zu heilen sein, in der Regel ist es sinnvoll, nach ärztlicher Verschreibung Antibiotika zu nehmen.

Grippewellen treten oft epidemieartig auf. Sie werden im allgemeinen von Viren asiatischer Herkunft verursacht, zum Beispiel die Hongkong-Grippe. Hausärzte sind über das Auftreten solcher Viren informiert und können die Krankheitssymptome richtig einschätzen.


Auf jeden Fall zum Arzt:

Wenn Ihre Krankheitssymptome sich bei Selbstbehandlung nach einer Woche nicht bessern und von Fieber begleitet sind. Wenn Atemnot hinzukommt.

Wenn der Verdacht besteht, dass eine schwere Entzündung, beispielsweise im Rachen, in den Nebenhöhlen oder den Bronchien vorliegt.

Bei einem grippalen Effekt oder einer echten Grippe: Die echte Grippe ist eine sehr schwere Erkrankung mit hohem Fieber. Sie wird von bestimmten Viren, den Influenza-Viren, hervorgerufen. Die Symptome sind denen des grippalen Infekts durchaus ähnlich, der Krankheitsverlauf ist aber weitaus schwerer. Wenn Sie an einer allergischen Grunderkrankung leiden oder die Krankheitssymptome den Verdacht nahelegen, dass eine Allergie besteht.!

So hilft die Natur

Bei Husten und Halsschmerzen ist das Zwiebelsäckchen ideal (Anleitung s. hier). Das Säckchen wird über einem Wasserbad gleichmäßig von allen Seiten erhitzt, soll dabei aber nicht nass werden! Füllen Sie z.B. eine Bratpfanne mit Wasser, legen einen Topfdeckel umgekehrt darauf und geben Sie das Säckchen in den Deckel. Legen Sie das warme Säckchen anschließend auf den Hals oder die Brust und fixieren Sie es mit einem trockenen Tuch. Der Wickel soll 15 bis 20 Minuten liegen bleiben.

Tipp: Zwiebelringe sollten sie auf keinen Fall mehrfach verwenden. Sie ziehen Giftstoffe aus dem Körper, verfärben sich dabei braun und sind dann quasi gesättigt.

Bei schmerzendem Husten , einer leichten Bronchitis , sogar bei Atemnot ist eine Senfauflage oder -wickel sehr hilfreich. Dazu rühren Sie gemahlene Senfkörner mit lauwarmem Wasser zu einem Brei. Diesen Brei dick auf Brust oder Rücken schmieren und mit einem warmen Wolltuch abdecken. Die Auflage bleibt so lange auf der Haut, bis sich eine leichte Rötung zeigt. Keinesfalls länger liegen lassen, die Wirkung des Senfs ist so stark, dass sich sogar Blasen bilden können.

Anschließend die Hautstelle gut mit kühlem Wasser abwaschen. Und sofort warme Kleidung anziehen!

Bei Bronchitis und Husten helfen außerdem warme Heublumensäckchen auf Brust oder Rücken oder Essigumschläge . Dazu ein Tuch gut mit einem beliebigen Haushaltsessig tränken, auf die Brust legen und mit einem trockenen, warmen Tuch abdecken. Die heilenden Dämpfe des Essigs werden über die Haut und die Atemwege aufgenommen.

Treten bei einer Erkältung zusätzlich Gliederschmerzen auf, bietet sich die Behandlung mit einem Kohlwickel (Anleitung s. hier ) an. Gegen erkältungsbegleitende Kopfschmerzen hilft z.B. eine Meerrettich-Kompresse (Anleitung s. hier).

Bei Fieber hingegen wirkt der klassische Wadenwickel oft wahre Wunder. Wadenwickel sind das natürlichste und schonendste Mittel, die Körpertemperatur langsam zu senken. Außerdem fördern sie den Schlaf.

Feuchten Sie für den Wadenwickel ein Handtuch mit kaltem Wasser an. Wickeln Sie das Bein von den Fußknöcheln bis zu den Kniekehlen damit ein. Darüber zwei trockene Tücher wickeln. Spätestens nach einer Wirkungsdauer von einer Stunde sollte der Wickel durch einen neuen, frisch gekühlten ersetzt werden, weil sich die Tücher zu stark erhitzen und keine Kühlwirkung mehr haben.

Was Sie sonst noch tun können

Inhalieren: Gegen jegliche Erkältungsbeschwerden hilft das Inhalieren von Essigwasser. Dazu mischen Sie Apfelessig und Wasser zu gleichen Teilen und bringen die Mischung zum Kochen. In eine hohe Schüssel geben, Kopf darüber hängen und die Dämpfe inhalieren. Nicht länger als fünf bis maximal zehn Minuten! Gerade bei einem akuten, starken Schnupfen hilft Inhalieren am besten. Entweder mit ätherischen Ölen (Erkältungssalben), Emser Salz (aus der Apotheke) oder Kamille, wenn die Haut der Nase schon stark gerötet ist und schmerzt. Sehr wirkungsvoll bei Schnupfen sind auch Spülungen mit lauwarmem Kamillen-, Pfefferminz-, Thymian- oder Salbeitee.

Tipp: Legen Sie bei feuchten Wadenwickeln einfach die Antirutschunterlage aus der Badewanne ins Bett. So bleibt auf jeden Fall das Bettlaken trocken.

Erkrankungen der Haut

Hauterkrankungen können nicht nur äußerst schmerzhaft sein - sie beeinträchtigen unser Wohlbefinden in ganz besonderer Weise.· Einem Menschen mit erkrankter Haut sieht man deutlicher als allen anderen an, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und meist fühlen sich die Betroffenen selbst auch »entstellt«. Man geht nicht mehr unter Menschen und zieht sich in die Isolation zurück. So leidet nicht nur der Körper, sondern auch und vor allem die Seele. Ein Trost besteht dennoch: Es gibt so gut wie keine Hauterkrankung, gegen die man nicht ein wirksames und wohltuendes Kräutersäcklein empfehlen könnte. Daneben brauchen Sie jedoch, das soll nicht verschwiegen werden, eine gehörige Portion Geduld.

Abszess, Furunkel, Karbunkel

Als Abszesse werden große Pusteln bezeichnet, die sich mit Eiter füllen. Der Entwicklung und Ausbildung von Abszessen liegen bakterielle Infektionen zugrunde. Die Erreger solcher Infektionen sind häufig Mikroorganismen, die bei gesunden Menschen zur ganz natürlichen Haut- oder Schleimhautflora gehören. Abszessen kann man also nicht durch besonders intensivierte Hygienemaßnahmen vorbeugen. Oft sind winzige Hautrisse oder kleine Verletzungen der Ausgangspunkt von Abszessen. Durch solche manchmal kaum sichtbare Öffnungen dringen die Hautbakterien in den Organismus ein und greifen das körpereigene Abwehrsystem an. Die Abwehrzellen, die der Körper daraufhin aufbaut, bilden zusammen mit den abgestorbenen Erregern Eiter. Dieser Eiter sammelt sich und drückt umliegende Körperzellen auf die Seite, wodurch der Abszess wächst.

Äußerlich Abszesse bilden sich in der Haut, besonders oft ist die Kopfhaut betroffen. Abszesse entstehen aber auch im Bindegewebe. Wenn sich mehrere einzelne Furunkel in enger Nachbarschaft bilden, verschmelzen sie nicht selten zu einem einzigen großen Abszess. In einem solchen Fall spricht man von einem Karbunkel.

Innerliche Abszesse werden auch als Empyeme bezeichnet. Sie können an Organen oder in Körperhöhlen entstehen, zum Beispiel in den Gelenkkapseln.

Auf jeden Fall zum Arzt:

Hautveränderungen können auf weitere Krankheiten hindeuten und sollten sehr ernst genommen werden. Bei Abszessen und Furunkeln sollten Sie daher auf jeden Fall Ihren Arzt aufsuchen. Drücken Sie Abszesse oder Furunkel nicht selbst aus - es besteht die Gefahr, dass sie sich weiter entzünden - besonders Abszesse am Kopf. Über eine Ader könnte der Eiter ins Gehirn weitergeleitet werden und dort einen kritischen Verschluss auslösen.


Ausgedehnte Spaziergänge machen die Haut frisch und rosig. Direkte starke Sonneneinstrahlung sollte man jedoch vermeiden.

Abszess, Furunkel, Karbunkel

So hilft die Natur

•  Eisenkrautsäckchen: Eisenkraut können Sie zwischen Juli und September selber sammeln - schneiden Sie die oberen Teile der Pflanze ab, füllen Sie ein Baumwollbeutelchen damit und legen Sie es sich auf die erkrankte Hautpartie.

•  Kartoffelkompresse: Kochen Sie je nach Größe der befallenen Hautstelle eine oder mehrere mehlige Kartoffeln, drücken Sie sie zu Mus, und bereiten Sie sich daraus eine lauwarme Kompresse, die Sie auf die betroffene Körperstelle auflegen. Sie können diese Behandlung mehrmals am Tag wiederholen.

•  Zwiebelsäckchen: Wie Sie es zubereiten, können Sie im Kapitel »Ohrenschmerzen« (s. hier) noch einmal nachlesen. Probieren Sie aus, ob es Ihnen guttut - eventuell empfinden Sie den Zwiebelsaft als zu scharf. In diesem Fall legen Sie lieber ein milderes Säckchen auf, etwa ein

•  Kirschkernsäckchen: Ob Sie es warm oder kalt anwenden - das hängt von Ihrer momentanen Befindlichkeit ab, und Sie sollten es selbst entscheiden.

Nagelbettentzündung

Abszesse und Entzündungen wirken überall, wo sie auftreten, sehr unangenehm. Abszesse und Hautveränderungen am Nagelbett sind besonders schmerzhaft und schränken die Bewegungsfreiheit sehr ein. Bei Nagelbettentzündungen hilft die Natur mit den gleichen Anwendungen, mit denen man auch Entzündungen an anderen Körperstellen behandelt. Säckchen und Kompressen können Ihnen hier zumindest ein wenig Linderung verschaffen.


Tipp: Heilfasten ist zum Modetrend geworden. Eine unkontrollierte radikale Umstellung der Ernährung belastet den Organismus jedoch sehr. Beginnen Sie intensive Fastenmaßnahmen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Was Sie sonst noch tun können

Abszesse bereiten starke Schmerzen, die sich mittels kalter Umschläge abschwächen lassen. Tauchen Sie einfach ein Tuch in klares Wasser, wringen Sie es aus, und legen Sie es sich über die schmerzende Stelle. Auch ein Eisbeutel verschafft Linderung. Aber Vorsicht - für die Haut besteht Erfrierungsgefahr. Wickeln Sie den Eisbeutel in ein Frottee- oder Geschirrtuch.

Wer häufig von Abszessen geplagt wird, sollte am besten als vorbeugende Maßnahmen folgende Methoden aus der Naturheilkunde anwenden - sie dämmen das Risiko der Abszess- oder Furunkelbildung von vornherein ein:

• Heilfasten: Saft- oder Obstfasten unter ärztlicher Aufsicht. Nach einer Woche folgt eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten auf Vollwertkost. (Über Fasten mehr.)

• Regelmäßiger Stuhlgang durch ballaststoffreiche Kost.

•  Heilerdeumschläge.

•  Kneippsche Güsse.

Geschwüre

RingelblumenkompresseEntzündliche Geschwüre der Haut können an so gut wie allen Körperstellen auftreten. Meist bleiben solche Geschwüre jedoch örtlich begrenzt und heilen von selbst wieder aus, nachdem abgestorbenes Gewebe abgestoßen wurde. Geschwüre, die sich am Unterschenkel bilden, sollen unbedingt vom Arzt gesehen werden - hier handelt es sich um das Symptom für eine oft schwere Allgemeinerkrankung. Bei Blutungen und Schmerzen sollten Sie also auf alle Fälle einen Arzt befragen! Die Heilung harmloser Geschwüre können Sie mit Hilfe der Natur unterstützen.

So hilft die Natur

Ringelblumenkompresse: Die Ringelblume ist bekannt für ihre hautfreundlichen Inhaltsstoffe. Im Gegensatz zur Arnikablüte verursacht die Ringelblume jedoch keine Hautreizungen. Ganz im Gegenteil, die orange oder gelbe Blumenblüte fördert die Wundheilung, auch bei schlecht heilenden Geschwüren. Pflücken Sie in Ihrem Garten also ein paar Blüten oder kaufen Sie sie auf dem Wochenmarkt, und zupfen Sie die länglichen Blütenblättchen vom »Körbchen« in der Mitte ab. Die kleinen Strahlen lassen sich frisch oder getrocknet verwenden.

Leberflecken, die sich auffällig vergrößern, sollten vom Arzt untersucht werden. Sie können auf ernsthaftere Erkrankungen hindeuten.

Ekzeme

Millionen von Menschen leiden an stark juckenden Hautausschlägen, sogenannten Ekzemen. Die Bildung von Ekzemen kann auf verschiedene Ursachen zurückgehen. Bei manchen Menschen tauchen Ekzeme nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel auf wie bei Zitrusfrüchten, Milch und Milchprodukten, Rotwein oder manchen Gewürzen. Mittlerweile macht man auch die Umweltverschmutzung - von Industrie- und Autoabgasen verpestete Luft in unseren Lebensräumen - für die Entstehung von Ekzemen verantwortlich. Versuchen Sie, gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt herauszufinden, aufweiche Substanzen Ihre Haut allergisch reagiert und ein Ekzem ausbildet. Ursache für die Bildung von Ekzemen können aber auch ganz andere Faktoren sein. Manche Menschen entwickeln sogenannte Kontaktekzeme. Damit bezeichnet man Ekzeme, die sich nach dem Kontakt der Haut mit bestimmten Materialien ausbilden. Häufig ist Nickel, das zum Beispiel in den Knöpfen von Jeans enthalten ist, Auslöser für ein Kontaktekzem. Auch bestimmte Chemikalien, die vielleicht in Alltagsprodukten wie Waschmitteln enthalten sind, können als Auslöser wirken.

Viele Hauterkrankungen können auf allergische Reaktionen zurückgehen. Bei hartnäckigen unerklärlichen Hautveränderungen sollten Sie einen Allergietest machen.


Meiden Sie alles, was die Haut reizt

• Verwenden Sie alkalifreie Waschlotion statt Seife.

• Nehmen Sie keine heißen Vollbäder, sondern lauwarme - etwa 32 Grad sollte die Wassertemperatur betragen.

• Brausen Sie sich nach dem Baden oder Duschen kurz so kalt wie möglich ab - das regt die körpereigene Cortison-Produktion an.

• Rubbeln Sie Ihre Haut nicht trocken, sondern tupfen Sie sie behutsam ab. Verwenden Sie täglich frische Handtücher, und nehmen Sie für jede Körperregion ein anderes.

• Verwöhnen Sie Ihre Haut nach dem Baden oder Duschen mit einer rückfettenden Körperlotion.

• Tragen Sie keine enganliegenden Kleidungsstücke, verbannen Sie Teile, die scheuern, aus Ihrem Kleiderschrank. Lösen Sie aus T-Shirts die Etiketten am Halsausschnitt, sie sind meist aus kratzendem Material.

• Verwenden Sie keinen Weichspüler.

So hilft die Natur

•  Kamillenkompresse: Die Kamille zählt zu den bekanntesten Hausmitteln; besonders auf ihre entzündungswidrige Wirksamkeit kann man sich verlassen. Wissenschaftler haben inzwischen herausgefunden, worauf sie beruht: Nämlich auf den Inhaltsstoffen Bisabolol, Bisabololoxide, Chamazulen und Farnesen. Trotz dieser geballten Ladung an Wirkstoffen ist die Kamille ausgesprochen sanft zur Haut, speziell bei Reizungen und Rötungen, die Ekzeme begleiten.

•  Salzwasserkompressen oder Salzwasserwickel: Besonders empfehlenswert ist das Salz, das aus dem Toten Meer gewonnen wurde -erhältlich in Drogerien und Apotheken.

Was Sie sonst noch tun können

Pflegen: Beruhigen Sie Ihre gereizte Haut und besonders die betroffenen Hautstellen durch sorgfältige Pflege mit milden, rückfettenden Produkten.

Schuppen und trockene Haut

MöhrensäckchenSchuppen sind die verhornten Teile der obersten Hautschicht; sie werden einfach abgestoßen. Sichtbar werden sie je nach Art oder Dicke als weiße, gelbliche, silbrige oder grauschwarze Hautteilchen. Ursache ist meist eine überstarke Produktion von Hautfett durch die Talgdrüsen - und dieses Phänomen wiederum kann ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein, etwa eine Stoffwechsel- oder Hormonstörung. Gehen Sie also vorsichtshalber zum Arzt. Als unterstützende Maßnahme für seine Therapie empfiehlt sich das Auflegen von Möhren.

So hilft die Natur

Möhrensäckchen: Möhren enthalten jede Menge Mineralstoffe und Vitamine - davon kann auch Ihre Haut profitieren. Es gibt sie das ganze Jahr über im Supermarkt, also auch im Winter, wenn die Haut ganz besonders zu Trockenheit und Schuppenbildung neigt. Raspeln Sie einfach ein paar frische, geschälte Möhren und stecken Sie sie in ein sauberes Baumwollsäckchen. Sollten größere Flächen des Körpers betroffen sein, bereiten Sie sich ein ganzes Möhrenkissen zu.

Nesselsucht

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine bestimmte Form der Allergie, die sich durch spezielle Hauterscheinungen bemerkbar macht: Binnen Sekunden, manchmal in wenigen Stunden, bilden sich linsen- bis hühnereigroße Quaddeln. Diese gehen gelegentlich mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen einher, die stark jucken und aufplatzen können. Neben einer Fehlsteuerung des Immunsystems können die Ursache dafür (Wärme-)Reize der Haut sein. Empfehlenswert ist deshalb eine kühle Auflage, die den Juckreiz mildert - hier kommt in erster Linie Essig in Frage.

So hilft die Natur

Essigkompressen: Das altbewährte Hausmittelchen kurbelt den Stoffwechsel an und verstärkt den wichtigen Säureschutzmantel der Haut. Mit einem stabilisierten Säureschutzmantel ist unsere Haut wesentlich besser gefeit gegen die vielfältigen Angriffe und Belastungen, denen sie im täglichen Leben ausgesetzt ist.

Essig

Essig ist ein äußerst vielseitiges Veredelungsprodukt aus der Natur (s. dazu auch hier). Für Ihre Kompresse verwenden Sie am besten Obstessig. Er hat einen pH-Wert von 5,5. Das entspricht genau dem Wert, den auch die Oberfläche gesunder Haut aufweist.

Narbenschmerzen

Einfache, nicht infizierte Wunden heilen in kurzer Zeit. Das bei der Verwundung zerstörte Gewebe wird während des Heilungsprozesses relativ schnell durch neues ersetzt. Großflächige Wunden, bei denen gleichzeitig auch noch eine Infektion bekämpft werden muss, hinterlassen hingegen meist Narben. Solche Wundnarben können unangenehm sein, weil sie oft noch Tage und Wochen, manchmal sogar mehrere Monate lang Schmerzen bereiten können. Erst nach ungefähr einem Jahr sind sie endgültig verheilt und dann nur noch als weiße Schwielen erkennbar. Naturheilkundler empfehlen bei schmerzenden Narben einen lindernden Umschlag.

Bei den schlagenden Studentenverbindungen gilt eine sichtbare Narbe im Gesicht, der sogenannte Schmiss, als Zeichen für Mut und Tapferkeit.

So hilft die Natur

Heilerdeumschlag: Verrühren Sie - je nach Größe der Narbe -einen Esslöffel oder mehr Heilerde mit so viel Wasser, dass ein dickflüssiger Brei entsteht. Decken Sie das Gefäß mit einem Deckel oder Frischhaltefolie ab, sonst entweicht die Feuchtigkeit zu schnell aus der Erde. Stellen Sie den Heilerdebrei für einige Zeit in den Kühlschrank.

Möglicherweise geht etwas Brei daneben, wenn Sie ihn auf die Narbe streichen. Schützen Sie Möbel, Teppich und Kleidung, indem Sie ein Geschirrtuch oder eine waschbare Decke unterlegen.

Bedecken Sie die Narbe dick mit der kalten Heilerde, umwickeln Sie das Ganze mit Alu- oder Haushaltsfolie. Die Folie sorgt dafür, dass die Erde länger feucht bleibt. Bei schmerzenden Narben am Körper sollten Sie sich während der Einwirkzeit hinlegen und die Heilerde mit der Folie gut abdecken. Sobald die Erde durchgetrocknet ist, krümeln Sie sie vorsichtig von der Narbe ab. Den Rest mit lauwarmem Wasser vorsichtig abwaschen - nicht rubbeln!

Wunden und Schnitte

Unsere Haut schützt zwar unsere Organe, ist ihrerseits aber Angriffen ziemlich schutzlos ausgesetzt. Gefahr lauert sowohl im Haushalt als auch in Beruf und Freizeit in Form von Schürfwunden und Schnitten. Um Komplikationen zu vermeiden, sollten Sie folgende Ratschläge beherzigen:

• Gehen Sie mit großen oder stark blutenden Schürfwunden zum Arzt.

Knoblauchsäckchen• Auch Platz- und Stichwunden sollten ärztlich betreut werden - er muss feststellen, wie tief die Verletzung ist. Besondere Achtsamkeit verdienen Schnitt- und Stichwunden mit einem Messer, mit dem vorher Fleisch oder andere Lebensmittel geschnitten wurden: Es besteht Infektionsgefahr mit Salmonellen.

Kleinere Schnittwunden können Sie selbst versorgen: Säubern Sie verschmutzte Wundränder mit einem milden Desinfektionsmittel, schützen Sie die Wunde dann mit einem Pflaster.

So hilft die Natur

Knoblauchsäckchen: Schälen Sie zwei große Knoblauchzehen, und zerdrücken Sie sie mit der Knoblauchpresse zu Mus. Geben Sie den Brei in ein kleines Baumwoll- oder Leinensäckchen, legen Sie es flach auf ein Frühstücksbrett und pressen Sie mit einem Messerrücken so lange auf das Säckchen, bis Knoblauchsaft austritt. Legen Sie nun das Säckchen auf die Wunde.

Die Kaffeetafel im Garten kann durch umherschwirrende Insekten, die auch vom Kuchen naschen wollen, erheblich gestört werden. Manchmal lassen sich Bienen und Wespen von einem abseits aufgestellten Schälchen Zuckerwasser ablenken. Probieren Sie's einfach!

Insektenstiche

Jeder hatte sicher schon einmal unter Insektenstichen zu leiden und weiß, dass sie mehr als nur lästig sind. Auch die Situationen, die zu diesen juckenden Beulen führen, sind wahrscheinlich hinreichend bekannt: Zunächst umkreisen Insekten hartnäckig das anvisierte Objekt: Mücken fühlen sich stark von Licht angezogen, Bienen und Wespen bevorzugen Süßes und Wurstwaren. Dann umfliegen sie unermüdlich das Objekt ihrer Begierde, bis sie schließlich nahtlos zur Attacke übergehen. Spüren Sie die Abwehr der Menschen, wechseln »Mücke und Co« ihr Anflugsziel, zögern nicht lange und stechen zu. Die Folgen: rote, geschwollene - und nicht zuletzt unangenehm juckende Hautstellen.

Für Insektenstiche hält die Natur einige wirksame Erste-Hilfe-Maßnahmen bereit: Beruhigen Sie Ihre Haut mit essigsaurer Tonerde, Eispackungen oder feuchtkühlen Tüchern. Entfernen Sie nach Hornissen· oder Bienenstichen den Stachel aus Ihrer Haut - wenn Sie eine Scheu davor haben, überlassen Sie das einem Arzt. Auch wenn die Haut nach einem Insektenstich sehr stark anschwillt, sollten Sie den Arzt aufsuchen.

So hilft die Natur

Essigkompresse: Tränken Sie ein Stofftaschentuch mit Obstessig und legen Sie es locker auf den Insektenstich. Fixieren Sie die Kompresse mit einem Mullverband, wickeln Sie ihn aber nicht zu fest. Beim Anlegen des Verbandes legen Sie Ihren Zeigefinger zwischen Kompresse und Verband, ziehen Sie den Finger danach vorsichtig wieder heraus.

Verbrennungen und Sonnenbrand

Halten Sie Verbrennungen jeglicher Ursache sofort unter kaltes Wasser, bis der Schmerz nachlässt. Eine andere Möglichkeit ist ein schneller kalter Wickel: Schlagen Sie kalte, feuchte Tücher um die betroffene Hautpartie. Seien Sie aber auf der Hut vor Unterkühlung der Haut - länger als 20 Minuten sollte die Kaltwasserbehandlung nicht dauern!

Eispackung

Eine Alternative zur Kaltwasseranwendung: Legen Sie sofort, nachdem »es« passiert ist, Eis auf Brandwunde oder Sonnenbrand - aber nicht direkt auf die betroffene Hautpartie, da es sonst zu einer Unterkühlung der verbrannten Stelle kommen könnte. Packen Sie das Eis in ein sauberes Frotteehandtuch und halten Sie es so lange auf die betroffenen Körperstelle, wie Sie die Kälte aushalten.

Hausmittel sind tabu!

Hände weg von den sogenannten alten Hausmitteln wie Mehl oder Öl - sie haben auf Brandwunden nichts zu suchen, denn sie verkleben die Hautstellen nur. Dasselbe gilt auch für Brandsalben. Treten starke Schmerzen auf, gehen Sie sofort zum Arzt. Das sollten Sie auch tun, wenn eine verletzte Person Eintrübungen des Bewusstseins oder Anzeichen für einen Schock zeigt. Macht die Person den Eindruck, sie sei nicht transportfähig, so rufen Sie sofort den ärztlichen Notdienst an.

Auch die überlieferte Volksmedizin kann sich täuschen. Lassen Sie sich auch bei der Anwendung von traditionellen Mitteln von Ihrem - kritischen - gesunden Menschenverstand leiten.

So hilft die Natur

Kalkbreikompresse: Werden Brandblasen, Verbrennungen und Sonnenbrand nicht richtig behandelt, können sie höllische Schmerzen bereiten. Machen Sie nach der Kaltwasser- oder Eisbehandlung eine Auflage mit Kalkbrei - sie lindert. Um eine solche Auflage machen zu können, sollten Sie für alle Fälle immer gelöschten Kalk zu Hause vorrätig haben. Kaufen Sie ungelöschten Kalk, füllen Sie ihn in ein festes Gefäß und übergießen Sie ihn mit etwas Wasser. Tragen Sie bei dieser Arbeit vorsichtshalber eine Schutzbrille, und verwenden Sie bitte kein Gefäß aus Kunststoff - wenn Sie den Kalk löschen, entsteht nämlich Hitze, und dadurch kann der Kunststoff schmelzen. Lassen Sie den Kalk also nach dem Löschen abkühlen, und füllen Sie ihn in ein verschließbares Gefäß, das Sie kindersicher und gut etikettiert aufbewahren. So hält der gelöschte Kalk jahrelang, sie können ihn immer benutzen, wenn Sie ihn brauchen. Wenn er gelegentlich doch einmal eintrocknet, dann gießen Sie einfach abgekochtes Wasser nach. Vergessen Sie aber nicht: Großflächige Verbrennungen und Verbrühungen gehören unbedingt in ärztliche Behandlung!



       ► Fortsetzung


Zum Thema:
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